Bangkok Altstadt & Streetfood: Zwischen Goldenem Buddha und Waranen

Bangkok Altstadt & Streetfood: Zwischen Goldenem Buddha und Waranen

Hi, danke fürdein Interesse! Heute ist es wieder bisserl früher geworden. Schon um 6:30 Uhr sind wir aufgewacht, aber es dauert trotzdem bis 9:00 Uhr, bis wir wirklich fit sind und uns auf die Tour wagen. Unser erstes Ziel ist die Bangkok Altstadt. Mittlerweile kommen wir mit den Öffis wie der BRT und der Metro schon richtig gut zurecht und erreichen schnell unser Ziel. Aber auch schon auf dem Weg zur BTS Station pulsiert das Leben und es gibt interessante Motive.

Rattanakosin: Das Herz der Bangkok Altstadt erleben

Wir besuchen die historische Altstadt Rattanakosin im Stadtteil Phra Nakhon. Wusstest du eigentlich, dass dieser Stadtteil quasi eine künstliche Insel ist? Er wurde 1782 gegründet, als König Rama I. die Hauptstadt hierher verlegte. Überall gibt es Street-Markets, und wir schlendern kreuz und quer durch die Gassen. Wir bewundern zwar, was die Einheimischen so essen, aber für uns ist leider nichts dabei – Fleisch und Fisch liegen oft fast ungekühlt auf der Theke, was bei der Hitze – naja suboptimal ist. Mein Ziel, jeden Tag jemanden zu fragen, ob ich ihn fotografieren darf, habe ich aber tapfer durchgehalten.

Da die Altstadt auf den ersten Blick nicht extrem viel hergibt, suchen wir uns was zum Essen. Dabei werden wir von einem Thai angesprochen. Ob er nur hilfsbereit ist oder uns eine Tuk-Tuk-Fahrt aufdrücken will, bleibt offen, jedenfalls lassen wir uns überreden, in Richtung der Floating Markets zu fahren. Allerdings scheint man die nur mit dem Boot zu erreichen, und darauf haben wir heute keine Lust – vor allem, weil wir nicht genau wissen, wie teuer der Spaß wird. Etwas genervt steigen wir aus dem Tuk-Tuk und orientieren uns neu.

Von der Khao San Road zum Goldenen Buddha

Wir sind in der Nähe des Khao San Art Hotels herausgekommen. Passt gut, wir wollten uns sowieso die Khao San Road anschauen. Früher war das mal ein bedeutender Marktplatz für Reis (Khao San bedeutet tatsächlich \“geschliffener Reis\“), heute leben hier die ganzen Aussteiger und Backpacker. Es gibt eine sehr bekannte Graskultur – also das Gras, das man nicht mäht, wenn du verstehst. Wir stärken uns im gleichen Lokal wie gestern und spazieren die Straße hinauf. Es ist zwar recht nett, aber so besonders, wie wir es uns vorgestellt haben, dann auch wieder nicht. Zwischendurch sieht man leider auch immer wieder die, denen es weniger gut geht als uns – sehr viele Obdachlose.

Da die nächste Metro-Station recht weit weg ist, trinken wir noch einen Kaffee und halten Rat. Der Kaffee war leider so süß, dass er nichts für Diabetiker wäre – gut, dass wir es nicht sind. Wir handeln mit einem Tuk-Tuk-Fahrer eine kurze Rundfahrt durch Chinatown für 300 Baht aus, die uns zum Tempel Wat Traimit bringt.

Dort steht der berühmte Goldene Buddha. Wusstest du, dass die Statue erst in den 50ern zufällig entdeckt wurde? Sie war unter Gips versteckt, und erst als sie beim Transport runtergefallen ist, kam das massive Gold zum Vorschein. Es ist schon beeindruckend, auch wenn man nicht religiös ist. Ein bisserl komisch fühlt es sich aber an, wenn man als Tourist zwischen den betenden Menschen herumfotografiert – aber wir sind da ja auch nicht besser.

Natur pur im Lumpini Park

Danach geht es in den Lumpini Park. Er ist ganz nett, bisserl Grünzeug im Beton-Dschungel, aber landschaftlich nicht schöner als der Park gestern. Dafür sehen wir hier Warane, und zwar nicht zu wenige! Einer hat gerade eine Schildkröte vernascht – und nein, nicht im sexuellen Sinn. Auch die Raben sind lästig: Eine Thai-Familie wollte gerade essen, da haben die Raben prompt das Essen gestohlen und versucht, es aus dem Plastik zu fummeln. Im Teich sieht man viele Fische und Wasservögel, was eine feine Atmosphäre schafft.

Zum Abschluss des Tages genießen wir den Sonnenuntergang auf der Poolterrasse unseres Hotels. Er ist zwar nicht ganz so spektakulär wie erhofft, aber voll okay. Leider ist eine Familie mit jungen Kindern im Pool, die – um es nett zu sagen – nicht besonders wohl erzogen sind. Nichtsdestotrotz genießen wir die Stimmung auf dem Dach für ein, zwei Stunden, um das Pulsieren der Stadt einzufangen.

Hungrig zieht es uns noch einmal zum SW1 Market, der uns von allen Street-Food-Märkten bisher am besten gefallen hat. Auch heute gibt es wieder ein kühles Leo Bier, coole Musik und exotisches Essen. Ich probiere Krokodil und Strauß mit Naan, Brigitte nimmt Frühlingsrollen und gefüllte Teigtaschen. Alles wirklich sehr fein und preiswert. Wir kommen sicher noch mal her! Diesesmal nur ein paar Handyfotos,

Bangkok ist einfach eine lebendige Stadt, es pulsiert überall. Uns gefällt es bisher richtig gut. Wäre sogar eine Stadt, um noch mal her zu kommen. Was meinst du, wäre Krokodil-Fleisch auch was für dich?

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