Abenteuer in den Universal Studios Singapore
Heute geht es Richtung Universal Studios Singapore auf Sentosa Island. Wusstest du eigentlich, dass die Insel früher einen bisserl makabren Namen hatte? Bevor sie in den 70er-Jahren zur „Insel der Ruhe und Gelassenheit“ (Sentosa) umgetauft wurde, hieß sie „Pulau Belakang Mati“, was so viel wie „Insel des Todes hinter dem Meer“ bedeutet. Heute erinnert zum Glück nichts mehr an die britische Militärvergangenheit, sie ist das pure Vergnügungsviertel von Singapur.
Ein paar Gedanken zum Bezahlen in Singapur: Wir haben zwar 200 € umgewechselt, aber bis jetzt eigentlich alles mit der Kreditkarte gezahlt. Ohne Plastik ist man hier ziemlich aufgeschmissen. In den U-Bahnen und Bussen kann man eigentlich nur mit Kreditkarte bezahlen, aber das funktioniert echt lässig – die ganzen Fahrten eines Tages werden einfach gesammelt abgebucht. Also geht es mit dem Bus 123 direkt zu den Studios. Spektakulär ist dort übrigens der unterirdische Parkplatz inklusive Bushaltestelle. Die Architektur dort unten hat eine feine Symmetrie, auch wenn man tief unter der Erde ist.
Wartezeiten und Poser im Park
Zu den Universal Studios Singapore selbst – die übrigens 2010 als erster Park dieser Art in Südostasien eröffnet wurden – werde ich sonst nicht viel sagen. Es gibt dort leider unheimlich viele Poser, was es schwierig macht, die beeindruckenden Kulissen oder Attraktionen zu fotografieren, ohne ständig jemanden im Bild zu haben. Im Park verteilt gibt es viele Wasserspender, was bei der drückenden, feuchten Hitze ein echter Segen ist.



Minions













Hello Kittie



50er New York















Die Wartezeit liegt bei etwa 40 Minuten pro Attraktion. Kurz überlege ich mir einen Universal Express Pass – das ist dieser Priority Pass, mit dem man die normalen Schlangen überspringen kann. Aber leider sind gefühlt die Hälfte der Attraktionen gesperrt, sodass sich das bisserl Extrageld nicht wirklich auszahlt. Ehrlich gesagt: Der Park wirkt schwächer als der in Florida vor 30 Jahren. Es gibt mehr Achterbahnen, aber weniger echte Themen-Attraktionen und bis auf die Figuren leider kaum Live-Action. Das harte Mittagslicht auf den Kulissen macht die Fotos auch nicht gerade einfacher.





Sesamstraße





Tanz und Akrobatik







Transformer und KungFu Panda





Die Mumie – Ägypten








Jurassic Park




Action Hurrikan in New York




Müde Menschen und Rollercoaster



Vom Sentosa Express zum historischen Lau Pa Sat
Zurück fahren wir mit dem Sentosa Express und der Metro Richtung Lau Pa Sat, dem Hawker Markt von gestern. Wusstest du, dass die Markthalle eine echte Rarität ist? Die viktorianische Gusseisenstruktur wurde Ende des 19. Jahrhunderts extra aus Glasgow hergeschifft. Das indische Essen, das Brigitte diesmal auftreibt, hat allerdings den Charme eines Gefängnisessens – lieblos auf einen Plastikteller geklatscht. Es war zwar ganz okay, aber wir waren froh, dass wir vorher schon was Besseres gefunden hatten.




Die Orchard Road, wo unser Hotel liegt, ist ein verdammt teures Fleckchen. Die zwei Bier um 25 SGD werden eher lieblos serviert, und im Endeffekt werden mit Steuern und Gebühren daraus 30 $. Schade, denn das Ambiente in der Bar 27°W wäre eigentlich nett, aber das Personal ist eher unfreundlich. Keine Empfehlung von meiner Seite. Ansonsten sind die Leute hier aber wahnsinnig freundlich – immer wieder begleiten sie uns ein paar Meter, um uns den Weg zu zeigen, wenn wir mal wieder die Richtung suchen.
Habt ihr in Freizeitparks auch schon mal das Gefühl gehabt, dass früher alles ein bisserl mehr „Show“ war?

