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Wien, Kultur, Genuss und Unterhaltung!

Seit Mittwoch bereichert ein Peugeot 408 GT unseren Fuhrpark. Unser treuer Hyundai, dem das Alter leider schon etwas anzumerken war und der zudem für unseren Wohnwagen etwas zu schwach auf der Brust war, musste schweren Herzens durch ein neueres Auto ersetzt werden.

Der Wien-Ausflug stand schon länger auf dem Programm, da wir Karten für das neue Stück „Venus und Jupiter“ im Rahmen von „Theater im Park“ ergattert hatten. Zum Glück spielte das Wetter mit, denn Jupiter, wie im Stück erläutert, hatte seine Wettermacher-Fähigkeiten wiedergefunden.

Auch der Campingplatz „Neue Donau“ war proppenvoll, doch Brigitte hatte die glorreiche Idee, bei der Rezeption nachzufragen. Und siehe da: Für eine Nacht durften wir auf dem Parkplatz vor der Einfahrt unser Lager aufschlagen.

Nachdem unser Gespann sicher geparkt war, machten wir uns auf den Weg zum Schloss Belvedere. Besitzer von „Theater im Park“-Karten erhalten übrigens freien Eintritt ins Schlossmuseum.

Imposant erhebt sich das Obere Belvedere auf dem Wiener Hügelrücken, umgeben von barocken Gärten, und blickt auf die Stadt hinab. Prinz Eugen von Savoyen, der berühmte Feldherr, ließ dieses architektonische Juwel im frühen 18. Jahrhundert als Sommerresidenz errichten.

Heute beherbergt das Obere Belvedere die weltweit größte Sammlung von Gustav Klimt-Gemälden, darunter Meisterwerke wie „Der Kuss“ und „Judith“. Aber auch Werke anderer österreichischer Künstler des Barock, Biedermeier und der Wiener Moderne, wie Egon Schiele und Oskar Kokoschka, finden hier ihren Platz.

Wir flanierten durch die Prunkräume, bewunderten die prachtvollen Deckengemälde und tauchten in die glanzvolle Welt des Barock ein. Die Kunstausstellung war sehr interessant, bot aber auch genug Abwechslung, um nicht zu ermüden.

Da es leicht zu regnen begann, flüchteten wir ins Cafe Fleuri, gleich gegenüber des Ticketshops. Ein zauberhaftes Ambiente und mit viel Liebe eingerichtet. Wir bestellten an der Kasse und wurden vom freundlichen Personal bedient. Das Eclair war ein Traum!

Da es weiter regnete und das ‚Stöckl im Park‘ gleich in der Nähe des Theaters im Parks liegt, versuchten wir unser Glück und bekamen tatsächlich einen Tisch für zwei. Uns hat das Lokal gefallen, mit einem kleinen Abstrich: Das Craft-Bier war gut, aber die Bierkultur ließ etwas zu wünschen übrig.

Glücklicherweise hörte der Regen bald auf und wir konnten das Theaterstück trocken genießen. „Venus und Jupiter“ entführte uns in die Provinzstadt Vindobona, wo Göttervater Jupiter mit seiner Tante Venus für Liebeschaos sorgte. Mit Zauberei und Tricksereien kam es zu amourösen Verwicklungen und Missverständnissen. Götter und Diener tauschten die Rollen, Himmel und Erde verschwimmen.

Niavaranis Götterfiguren sind menschlich und leidenschaftlich. In rasanten Dialogen und witzigen Situationen prallen Mythologie und Moderne aufeinander. „Venus und Jupiter“ ist ein kurzweiliges Stück voller Situationskomik und Wortwitz, das die antike Welt mit Witz neu interpretiert. Ein gelungener Abend, der uns zum Lachen und Nachdenken brachte.

Da es ein lauer Abend geworden war, spazierten wir nach dem Theaterstück noch etwas in die Innenstadt und in den Prater.

Der Abend im Camper verlief ruhig, trotz des recht vollen Parkplatzes vor der Rezeption. Am nächsten Morgen warteten wir, bis sich das Chaos am Parkplatz gelichtet hatte, und fuhren dann ab. Die Wartezeit versüßten wir uns mit einem Spaziergang an der Donau – gerade rechtzeitig, denn ein paar Minuten nach unserer Abfahrt fing es an zu schütten. So gesehen war Jupiter doch mit uns, denn im Großen und Ganzen hat das Wetter perfekt zu unserem Ausflug gepasst.

Links:
Cafe Fleuri
Oberes Belvedere
Stöckl im Park
Theater im Park/Venus und Jupiter
Camping Neue Donau

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