Koh Samui Sehenswürdigkeiten: Von roten Tempeln bis zum Fisherman’s Village

Koh Samui Sehenswürdigkeiten: Von roten Tempeln bis zum Fisherman’s Village
Koh Samui Sehenswürdigkeiten – Ein Tag zwischen Stille und Getümmel

Servus! Wir sind heute wieder relativ früh wach – nicht, weil wir wirklich gut geschlafen haben, sondern weil die Natur uns bisserl drängt aufzustehen. Brigitte frönt noch bisserl ihrem Schönheitsschlaf, und ich spaziere mit der Kamera an den Strand. Für einen richtigen Sonnenaufgang bin ich zwar schon zu spät, aber es gelingen ein paar nette Fotos rund ums Hotel bei diesem weichen Morgenlicht.

Solange das Wetter noch schön ist, wollen wir vor dem Frühstück den Chedi Phra That Sila Ngu besuchen. Der Name bedeutet „die Schlange auf dem Stein“. Der Wat Sila Ngu, bekannt als der markante „Rote Tempel“, thront majestätisch auf einer Klippe über dem Meer. Sein Herzstück ist der prachtvolle, rotbraune Ubosot aus Ton und Laterit, dessen kunstvolle 3D-Reliefs buddhistische Legenden fast lebendig werden lassen. Gleich daneben glänzt ein goldener Chedi, der heilige Reliquien hütet und einmal jährlich zum Zentrum feierlicher Zeremonien wird. Der Name „Stein-Schlange“ erinnert an eine schuppenartige Felsformation am Strand von Hua Thanon. Wer hier verweilt, genießt nicht nur tiefe Spiritualität, sondern auch einen spektakulären Panoramablick über die glitzernde Küste von Koh Samui. Ein wahres Fest für Augen und Seele!

Auf dem Nachhauseweg entdecken wir auch einen Lost Place – eine Anlage, die schon länger leer zu stehen scheint.

Koh Samui Sehenswürdigkeiten abseits der bekannten Pfade

Nach dem Frühstück im Hotel geht es zum Na Muang Wasserfall. Wusstest du eigentlich, dass der Name „Na Muang“ auf die violetten Felsen hindeutet, die dort das Wasser einrahmen? Ohne ND-Filter ist es bisserl schwierig, eine Langzeitbelichtung zu machen, aber auch aus der Hand geschaut schaut der Wasserfall recht interessant aus. Trotz des Regens zuvor sind recht viele Touristen dort. Es gibt dort auch Elefanten, auf denen man reiten kann, aber das wollen wir irgendwie nicht. Es tun uns die majestätischen Tiere leid.

Wir fahren weiter zum Na Muang Wasserfall II. Leider ist dieser nur fußläufig zu erreichen, und nach einem Kilometer in der schwülen Hitze sehen wir ihn nur aus der Ferne. Da der Weg dorthin extrem steil war und es noch mal ungefähr einen Kilometer zu gehen wäre, drehen wir um. Es gibt dort auch ein Elefantagehege, wo pensionierte Elefanten ihren Ruheabend verbringen – ein bisserl ein Gnadenhof-Feeling. Aber fast 2000 Baht für zwei Personen ist uns dann doch zu viel, da wir in Kenia schon viele dieser Tiere in freier Wildbahn gesehen haben.

Auch der dritte Wasserfall heute, Hin Lad, ist leider nicht der Burner. Der Hauptwasserfall ist zwei Kilometer zu Fuß entfernt, und da es gerade Mittag ist, ist es uns einfach zu heiß, diesen Weg zu gehen. Aber der nahgelegene Tempel, der Wat Hin Lad, ist recht interessant. Es ist ein Waldkloster, ein sogenanntes „Suan Mokkh“-inspiriertes Zentrum, in dem Mönche und Nonnen in tiefer Ruhe leben. Die Atmosphäre dort ist herrlich schattig und fast schon meditativ, weit weg vom typischen Tourismus-Rummel.

Ein bisserl Alltag und lokaler Genuss

Wir beschließen, den Nachmittag am Hotel zu verbringen, wollen aber endlich mal das Café Amazon besuchen. Das ist hier eine richtige Kult-Kette in Thailand, die ursprünglich mal an Tankstellen startete, um Reisenden eine verlässliche Qualität zu bieten. Wir gehen bei einem Barbershop vorbei und ich beschließe, etwas Haar zu lassen und mein jugendliches Antlitz vom Bart zu befreien. Der Besitzer ist sehr bemüht und macht es recht anständig, obwohl ein paar Bartstoppeln stehen bleiben. Aber für knapp 10 Euro für Rasur und Frisur darf man wirklich nicht meckern und es war ein lustiges Erlebnis.

Das Café Amazon hat leider keinen Gastgarten, sodass wir beschließen, den Kaffee mitzunehmen und am Balkon zu trinken. Wir genießen den Nachmittag am Meer, der schöner geworden ist als erwartet. Der Strand bei unserem Hotel ist noch immer voll von Algen und anderem Mist, den der Sturm angeschwemmt hat. Trotzdem gehen wir ins Meer, das wirklich badewannenwarm ist. Zum Schwimmen ist es eher nichts, da man ewig gehen muss, bis man zumindestens bis zum Bauchnabel im Wasser ist.

Trubel im Fisherman’s Village

Nachdem wir uns wieder kultiviert haben, fahren wir mit dem Auto Richtung Fisherman’s Village in Bophut. Wir wählen den Weg durch das Landesinnere. Dieses ist sehr hügelig, die Straßen sind wirklich steil und unser Toyota quält sich den Berg rauf. Er dürfte recht PS-schwach sein, da wir relativ hochtourig fahren müssen, um die Straßen zu schaffen. Aber die Gegend ist sehr interessant: Villensiedlungen wechseln sich mit Slums ab, zwischendurch gibt es das eine oder andere Café.

Im Fisherman’s Village angekommen, ergattern wir mit Mühe und Not einen Parkplatz. Dieses Viertel war früher ein echtes französisches Außenposten-Zentrum mit chinesischen Wurzeln – die alten Holzhäuser versprühen noch heute einen ganz eigenen Charme. Heute ist Night Market und dort geht es wirklich zu! Der SW1 Market in Bangkok war dagegen ein Provinzmarkt. Essensstände und Souvenirstände wechseln sich ab und dazwischen schieben sich die Menschenmassen. Generell ist dieser Ort genau das, was man sich als Touristenort vorstellt: Am Meer ist ein Lokal neben dem anderen, es gibt Feuershows und Disco. Ich brauche das nicht jeden Tag, aber es ist trotzdem lustig anzuschauen.

Zumindest sind die Bierpreise in den Lokalen recht angenehm. Wir beschließen, morgen noch mal her zufahren und zu baden, der Strand schaut nämlich super aus, ähnlich zum Chaweng Beach. Wir mischen uns wieder ins Getümmel vom Night Market und suchen uns etwas zum Essen. Es werden Frühlingsrollen mit Shrimps, so eine Art pikante Germknödel, Krabbendumplings und gebackene Hühnerbrust. Die Mango mit Reis und Kokosnusssaft heben wir uns für morgen auf. Es gibt hier Tische, wo jeder essen kann, und Tische, wo man etwas trinken muss – zumeist Cocktails. Wir setzen uns in eine Ecke, die Musik gefällt uns, auch wenn sie etwas laut ist, und trinken zwei Mojitos. Für 200 Baht, also ungefähr 6 €, ist das wirklich ein Schnäppchen und der Cocktail wahr sogar sehr gut!

Leider sind wir aber mit dem Auto unterwegs, daher ist mehr als ein Mojito nicht drin. Also geht es wieder Richtung Hotel, das inzwischen schon zu hat. Wir müssen unser Bier also wie fast jeden Abend auf der Terrasse genießen. War das bei euch im Urlaub auch schon mal so, dass die Hotelbar früher zu macht als gedacht?

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