Singapur zu Fuß: 25.000 Schritte zwischen Downtown-Riesen und Supertrees

Singapur zu Fuß: 25.000 Schritte zwischen Downtown-Riesen und Supertrees

Singapur zu Fuß: Ein intensiver Tag voller Kontraste

Servus zusammen! Heute war ein extrem anstrengender Tag. Insgesamt waren wir 25.000 Schritte in Singapur zu Fuß unterwegs. Natürlich nutzen wir auch hier das MRT-System; die Metro ist wirklich toll ausgebaut und es gibt viele Stationen, wo man einsteigen kann. Allerdings muss man zwischen den Umstiegsstationen oft bisserl weit gehen. Wir haben heute alles mit der Kreditkarte gezahlt und ich bin schon gespannt, was uns die Metro heute gekostet hat.

Als Erstes fuhren wir Richtung Downtown. Dort ragen riesige Hochhäuser in den Himmel, die eine beeindruckende Symmetrie bilden, aber ansonsten ist es dort nicht sonderlich spannend anzusehen. Spannend sind hingegen die ganzen Getränkeautomaten, welche frisch gepresste Säfte anbieten. Der Orangensaft für 2 SGD schmeckt wirklich fein.

Der nächste Weg führte uns nach Chinatown. Wusstest du eigentlich, dass Singapurs Chinatown im 19. Jahrhundert als Wohnviertel für chinesische Einwanderer entstand? Heute sind die bunt renovierten Shophouses zwar ein bisserl touristisch angehaucht, aber die feinen Details an den Fassaden erzählen noch immer von der Geschichte der Kulis, die hier früher schuften mussten. Es ist ganz anders als erwartet: Es gibt ein paar alte Häuser und Apotheken mit recht komischen, eingelegten Sachen. Ansonsten gibt es viele Souvenirshops und Massagesalons – eventuell werden wir einen davon in den nächsten Tagen ausprobieren.

Vom Arabischen Viertel bis zum Ann Siang Hill

Einen richtigen Plan hatten wir nicht, also spazierten wir einfach in die Richtung, in der wir das arabische Viertel vermuteten. Wir sahen ein paar Moscheen, unter anderem eine, wo gerade Porridge geliefert wurde. Anscheinend wird dieser nach dem Hanafi Asr Gebet gegessen, obwohl gerade Ramadan ist. Wusstest du, dass der Hanafi Asr eine spezifische Zeitberechnung für das Nachmittagsgebet beschreibt? Der Porridge, oft Bubur Lambuk genannt, wird traditionell während des Ramadan vorbereitet und verteilt, damit die Gemeinde beim Fastenbrechen nach Sonnenuntergang gemeinsam eine nahrhafte Mahlzeit hat.

Der Ann Siang Hill ist ein kleiner Park, um den herum anscheinend viele reichere Chinesen wohnen. Wusstest du eigentlich, dass dieser Hügel früher das Zentrum traditioneller chinesischer Clans und Gilden war? Heute ist es eine feine grüne Oase im harten Mittagslicht der Stadt, wo man kurz die Ruhe genießen kann. Ganz interessant, aber für mich kein absolutes Must-see.

Interessant sind auch die Gerüste aus Bambusstangen.

Wir spazierten weiter durch die Gegend, bis wir ein nettes Café entdeckten: All Hands on Deck in der 159A Telok Ayer Street. Sehr fein, mit interessanter Deko und es war lustig, die Leute zu beobachten.

Exotik in Little India und Lichterzauber am Abend

Danach ging es Richtung Little India. Hier wird es deutlich exotischer, da es hier mehr indische Läden gibt als chinesische in Chinatown. Auch einige Moscheen und viele verschiedene Restaurants, Bars und Foodhallen sind zu finden. Die Häuser schauen voll spannend aus, es gibt jede Menge zu sehen. Zwischen den Läden entdeckt man immer wieder Schneider, die ihre Ware direkt zusammennähen.

Dann wurde es langsam Zeit für ein Elektrolytgetränk. Wir wählten das Mehfil Mitra Di Bar & Restaurant, wo es ein Bier um 7 Singapur-Dollar gibt. Da wir auch schon bisserl Hunger hatten, bestellten wir etwas Indisches dazu. Das Bier kam zwar aus Spanien, aber es schmeckte trotzdem sehr gut und erfrischend. Das Essen dazu war ebenfalls sehr appetitlich, vor allem, da wir nicht mit den Fingern aßen, so wie viele Einheimische im Restaurant.

Der Besuch beim Hafen war eher umsonst, da wir nur zu den Terminals für die Fähren und Kreuzfahrtschiffe kamen. Unsere Reiseleitung Brigitte entschied dann, dass wir noch zum Gardens by the Bay fahren. Hier beginnt um 19:45 Uhr die Musik- und Lichtershow bei den Supertrees. Natürlich waren wir fast die Einzigen, die auf diese Idee kamen – die anderen Tausenden zählen ja fast nicht. Wir spazierten Richtung Singapore Flyer, vorbei am Cloud Forest, und bewunderten die Supertrees und das Marina Bay Sands Hotel im glitzernden Abendlicht. Die Show war sehr interessant anzuschauen und anzuhören; sie spielten bekannte Arien aus verschiedenen Opern, unter anderem aus Turandot und Carmen. Auch die Lichtershow Borealis, die Nordlichter simulieren soll, war cool gemacht. Da schaust du, das war wirklich ein Erlebnis!

Sehr interessant war auch der Nachhauseweg. Wir wollten eigentlich zur MRT-Station Marina Bay, wurden aber irgendwie weitergeleitet und irrten durch die riesige Marina Bay Sands Mall, bis wir nach einiger Zeit endlich zu einer anderen MRT-Station kamen. Wir haben auch Videos gemacht, aber diese am Handy aufzubereiten, ist uns heute einfach zu anstrengend. Wie schon gesagt, die U-Bahnen hier sind lässig und man findet sich recht leicht zurecht. Eigentlich bräuchte ich hier kaum ein Navi, aber zwischendurch ist es in den Straßen doch recht angenehm, wenn man den Weg direkt findet. Ziemlich geschlaucht erreichten wir nach einmal Umsteigen und ca. fünf Stationen unser Hotel und fanden diesmal auch einen schnellen Weg durch die U-Bahn-Untergänge.

Was war euer bisher anstrengendster Sightseeing-Tag – habt ihr auch schon mal die 25.000 Schritte geknackt, bei 30° schwüler Hitze?

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