Unsere Singapur Highlights zwischen Orchard Road und Little India
Wir starten den Tag mit einem Besuch im ION Orchard, einem der bekanntesten Singapur Highlights. Wusstest du eigentlich, dass dieses futuristische Gebäude architektonisch an eine Obstplantage erinnern soll, die hier früher stand? Laut unserer Chef-Reiseleiterin Brigitte soll es dort eine Aussichtsplattform geben – das stimmt auch, allerdings ist das ION Sky mittlerweile kostenpflichtig und ehrlich gesagt nicht ganz so spannend, wie wir gehofft hatten. Dafür gibt es im Inneren bizarre Mechatronik-Installationen zu bewundern, die dem Ganzen einen feinen, modernen Touch geben.





Weiter geht es Richtung 313@somerset. In diesem Einkaufszentrum gibt es ebenfalls eine Terrasse, die frei zugänglich ist. Aber im Prinzip ist sie vernachlässigbar; der Blick ist nicht besonders berauschend, da die Terrasse nur im fünften Stock liegt und die Hochhäuser rundherum viel höher sind. Einem Wolkenkratzer gegenüber wird gerade gearbeitet – die Symmetrie der Baustelle und die harten Linien im Mittagslicht sind dann doch wieder sehr spannend anzusehen.






Danach spazieren wir in die Emerald Hill Road. Das ist eine der ältesten Straßen der Stadt mit irrsinnig netten, schön renovierten Häusern. Wusstest du, dass dies früher ein Wohngebiet für wohlhabende Peranakan-Familien war und die Gegend einst voller Muskatnuss-Plantagen steckte? Heute ist es eine Ruheoase mit tollen Fassaden, die perfekt für ein paar Fotos sind.















Von flinken Vögeln und dem Duft der Arab Street
Immer wieder sieht man die Hirtenmaina (Common Myna). Das sind sehr interessante Vögel mit ihren gelben Augenringen, die hier anscheinend extrem verbreitet sind. Sie wirken fast ein bisserl vorwitzig, wie sie zwischen den Raben und Tauben herumhüpfen. Tauben gibt es hier übrigens tatsächlich nicht so viele wie bei uns in den europäischen Städten.



Generell ist es hier wirklich sauber, genau wie wir es erwartet haben, aber ganz ohne Müll geht es dann doch auch nicht. Wir fahren mit der U-Bahn Richtung Bugis Station. Dort soll in der Nähe ein altes Hotel sein, welches wir zwar nicht finden, aber dafür landen wir direkt in der Arab Street. Dieses Viertel ist das Herz der muslimischen Gemeinschaft in Singapur und hat eine Geschichte, die bis ins frühe 19. Jahrhundert zurückreicht. Es ist sehr interessant: viele kleine Läden, Restaurants und Souvenirshops prägen das Bild. Auch die bekannte Masjid Sultan mit ihrer goldenen Kuppel steht dort. Wir verbringen einige Zeit dort, fotografieren und lassen die Atmosphäre auf uns wirken. Es ist ja gerade Ramadan und irgendwann fängt der Vorbeter mit seinem Singsang an – das gibt der Szenerie eine ganz eigene Stimmung. Leider finden wir dort kein Café, das uns wirklich ansprechend erscheint.

















Also planen wir, mit dem Bus zurück zum Hotel zu fahren. Das ist aber gar nicht so einfach, da der Bus, den uns Google empfiehlt, nicht auf dem offiziellen Fahrplan steht. Also doch wieder MRT. Übrigens: Ungefähr 7 € hat uns der gestrige Tag pro Person für den Transport gekostet, was absolut okay ist, dafür dass wir einige Stationen gefahren sind. Zum Ausrasten geht es an den Pool unseres Hotels, dem YOTEL Singapore. Wusstest du eigentlich, dass das Hotel für seine kompakten, technisch ausgeklügelten Kabinen bekannt ist und sogar kleine Roboter namens Yoshi und Yolanda hat, die Handtücher bringen? Am Pool gönne ich mir ein Elektrolytgetränk für 17 SGD – ein stolzer Preis. Brigitte ist mit 6 SGD für einen Iced Americano deutlich günstiger unterwegs.









Kulinarik im historischen Lau Pa Sat
Heute besuchen wir einen der berühmten Hawker Märkte: das Lau Pa Sat im Downtown Core. Es entstand ursprünglich aus einem Fischmarkt und ist heute ein lebendiges Lebensmittelzentrum. Das Gebäude selbst ist ein architektonisches Juwel – eine viktorianische Gusseisenkonstruktion, die Ende des 19. Jahrhunderts sogar aus Schottland herangeschifft wurde. Wir experimentieren beide beim Essen. Brigitte probiert Fisch, vermutlich Makrele – sehr gut. Ich nehme eine Art Reisbowl mit Tofu, Gemüse, Sardellen und einer grünen Tee-Sauce. Die Sauce ist leider nicht nach meinem Geschmack, aber der Rest ist recht gut und die Chilis dazu feuern auch ordentlich an!








Danach geht es noch zum Marina Bay Sands. Dort ist die Hölle los! Allein ins Casino strömen die Leute in Massen; das Automaten-Casino ist anscheinend auf zwei Stockwerken verteilt. Unser Ziel ist jedoch die Bar auf dem Dach des ikonischen Gebäudes, das wie ein Schiff auf drei Türmen thront. Laut Internet sollte man einen gratis Blick haben, wenn man etwas trinkt. Das ist aber leider nicht mehr so – entweder ist die Information veraltet oder schlichtweg falsch. Jedenfalls zahlt man nun 38 Dollar pro Person, um in den 57. Stock zu fahren, dafür ist ein Getränk inkludiert. Der Blick ist lässig, aber durch die vielen Besucher auf dem Observation Deck leider teilweise versperrt. Ob es sich auszahlt? Einmal muss man es wohl gesehen haben, aber unbedingt wiederholen müssen wir es nicht.










Servus und bis zum nächsten Mal! Hast du auch schon mal für einen Ausblick bezahlt, der dich dann nur halb überzeugt hat?
