Enten, Heilige und drehendes Wasser (am Pirkorfer See Teil 2)
Bevor es weitergeht, etwas Biologie Unterricht.
Um diese Zeit kann man auch viele Vögel beobachten, von der Entenmama mit ihren Küken bis zu verschiedenen Drosselarten.
Eine Entenmama mit ihren Küken, kam mehrmals bei unseren Wohnwagen vorbei! Das ist mit ziemlicher Sicherheit eine Stockente (Anas platyrhynchos) sie sind in Österreich und eigentlich in ganz Europa sehr verbreitet und fühlen sich in verschiedensten Gewässern wohl.
Die Henne, also das Weibchen, hat dieses typische braun gesprenkelte Gefieder. Die kleinen Küken sehen mit ihrem gelb-schwarzen Flaum einfach niedlich aus, oder?











Dieser Vogel, der da so aufmerksam im Gras steht, ist eine Misteldrossel (Turdus viscivorus). Er war etwas schwieriger zu erwischen, als die Entenfamilie.
Den Schnabel konnte er gar nicht voll genug bringen, wie man an den Fotos sieht.
Man erkennt sie gut an ihrer relativ hellen Unterseite mit den dunklen, runden Flecken. Sie ist auch etwas größer und schlanker als die Amsel oder die Singdrossel, die hier in der Gegend ja auch häufig vorkommen.






Dieser elegante, ganz schwarze Vogel mit dem leuchtend gelb-orangen Schnabel und dem gelben Augenring ist ein Amselmännchen (Turdus merula).
Die Weibchen sehen etwas anders aus, die sind eher braun gefärbt. Aber dieses tiefschwarze Gefieder ist wirklich lässig, besonders wenn die Sonne drauf scheint, nicht wahr?





Dieser flinke, schwarz-weiß gefärbte Vogel, der da so elegant am Ufer steht, ist eine Bachstelze (Motacilla alba).
Man erkennt sie gut an ihrem kontrastreichen Gefieder und dem langen, ständig auf und ab wippenden Schwanz – daher auch der Name „Stelze“. Sie sind wirklich überall in Wassernähe zu finden. Ihre schnellen Bewegungen sind immer wieder schön zu beobachten, aber dementsprechend schwer zu fotografieren. Aber dafür habe ich mit etwas Geduld, den Burschen sogar beim Baden erwischt.






Generell ist die Natur um diese Zeit und an diesen Ort wirklich schön zu beobachten.







Natürlich kenne ich die Vögel nicht alle beim Namen, aber in diesen Fall ist Google (Lens) wirklich dein Freund.
Aber auch am Samstag, den 3. Mai haben wir aktiv was unternommen. Zuerst eine kleine Radtour Richtung Sonnegger See und retour am Gösselsdorfer See vorbei über Eberndorf. Ebenstein ist anscheinend das Rom in dieser Gegend – egal wo wir hinfahren, wir kommen dort vorbei. Markant ist das Stift Eberndorf. Es wurde im 11. Jahrhundert gegründet und war über Jahrhunderte ein wichtiges religiöses und kulturelles Zentrum in der Region. Das ehemalige Benediktinerkloster beherbergt nun ein Internat und Gymnasium.




Die Pfarrkirche Mariae Himmelfahrt in Globasnitz ist ein beeindruckendes Zeugnis der romanischen Baukunst aus dem 12. Jahrhundert und wurde im Laufe der Zeit öfter umgebaut, sodass auch gotische Elemente enthalten sind. Am Radweg gelegen, kommt man dort oft vorbei – und auch nicht am Schloss Elberstein in Globasnitz. Eine Villa im Familienbesitz aus dem 20. Jahrhundert.






Am Nachmittag fahren wir zum Hemmaberg, leider mit dem Auto, da eine Unwetterfront aufzieht und es ziemlich windig wird. Der Hemmaberg ist nicht einfach nur ein Hügel, das ist ein Ort mit Geschichte, mit ganz viel Geschichte! Schon die alten Römer haben sich hier breitgemacht, und man spürt das irgendwie noch, wenn man da so rumläuft.
Aber das Coolste ist die Rosaliengrotte. Tief im Berg, in dieser dunklen Höhle, haben sie früher die Heilige Rosalia verehrt. Es gibt da so eine Legende, dass sie sich hier versteckt hat, und die Leute sind da reingekrochen, um sie anzubeten. Ich meine, eine Grotte als Kirche – das ist schon mal was anderes als die Prunkbauten, die man sonst so kennt!





Am Fuß der Grotte ist ein Brunnen mit energetischem Wasser, das angeblich rechtsdrehend ist und energetisch die gleiche Aufladung wie Lourdes hat. Naja, ich merke nichts – aber es ist frei zugänglich, und wer daran glaubt, dem wird es schon was bringen.


Und dann der Hemmaberg selbst: Da oben auf dem Gipfel zu stehen und über das Land zu schauen, das ist schon ein Erlebnis. Man sieht die ganze Gegend, und man kann sich gut vorstellen, wie die Leute früher hier gelebt haben. Die alten Kirchen, die Ruinen – alles erzählt eine Geschichte.
Man kann die Ruinen der alten Kirchenanlage erkennen, die im 5. oder 6. Jahrhundert Ihre Blüte hatte und im 7. Jahrhundert von den Slawen zerstört wurde. Trotzdem noch immer imposant.











Auf den Weg zurück zum Campingplatz, kommen wir noch bei einem Lost Place vorbei, das wir aber nicht betreten, sondern nur von außen fotografieren. Auch ein altes Marterl in der Nähe ist recht fotogen.











Da das Wetter immer windiger wird, beschließen wir, beim Cafe Lisi was zu essen. Ein Tipp von Armin. Gestern hatten wir hier schon ein Tüteneis, und die Speisekarte hat so interessant ausgesehen, dass wir einen Versuch wagen und nicht enttäuscht werden. Sowohl die Calamari-Platte als auch die Pizza sind ausgezeichnet und zu viel. Das Preis-Leistungs-Verhältnis passt auf jeden Fall.



Der Sturm geht dann bis um 1:00 in der Früh, aber wir genießen noch den Sonntagvormittag am Campingplatz, bevor auch dieser schöne Kurzurlaub vorbei ist.





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