Die Abholung mit dem Grab-Taxi in Bangkok hat wunderbar funktioniert. Das Taxi war sogar schon um 03:00 Uhr da, aber wir haben uns keinen Stress gemacht, da wir es erst für 03:30 Uhr bestellt hatten. Da Brigitte jedoch wieder bisserl schlecht geschlafen hat, waren wir trotzdem schon um 03:15 Uhr fertig. Die Stadt schläft nie so ganz – eigentlich ist in Bangkok immer recht viel los, aber auf der Autobahn zum Flughafen war es dann doch gemütlich. Wenn du also einen Koh Samui Urlaub plant, sind diese Tipps für die Anreise Gold wert.
Das Einchecken und der Flug nach Koh Samui verliefen recht unspektakulär. Wir sind mit Bangkok Airways geflogen und waren überrascht, dass wir trotz der kurzen Flugzeit von nur einer Stunde ein Frühstück bekommen haben. Es war zwar nichts Besonderes, aber trotzdem eine nette Geste.






Ankunft auf Koh Samui: Taxis, Hotels und die erste Ernüchterung
Koh Samui begrüßte uns mit einem eher provinziellen Flughafen, obwohl hier anscheinend doch einige Flugzeuge am Tag landen. Wir haben uns den Airport Shuttle angesehen, uns aber dagegen entschieden: 800 Baht nur für den Transport in die Nähe des Hotels waren uns dann doch zu viel. Also haben wir ein Taxi über Grab bestellt. Das kostete mit 600 Baht zwar mehr als in Bangkok, aber wir wurden direkt zum Hotel gefahren. Das Abholen am Flughafen ist allerdings nicht ganz einfach, da die Fahrer nicht direkt hineinfahren dürfen. Unser Fahrer hat uns nicht auf Anhieb gefunden und uns nur eine Nachricht geschickt, anstatt uns abzuholen.
Im Hotel angekommen, war es noch recht früh. Die Chefin schlief noch, und die Kellnerin vertröstete uns auf 09:00 Uhr. Leider war das Zimmer auch dann noch nicht frei, da es noch von den Vorgängern belegt war. Wir waren ziemlich müde, da wir in der Nacht nur drei Stunden Schlaf bekommen hatten. Also saßen wir am Strand und haben uns die Gegend angeschaut. Das Hotel ist bisserl anders, als wir es erwartet hatten. Wie überall in Thailand sind zwar alle recht nett, aber die Anlage ist doch etwas in die Jahre gekommen. Um 11:30 Uhr konnten wir endlich ins Zimmer. Es ist nicht so schön wie das in Bangkok, aber sauber und es reicht uns. Die Aussicht ist nicht ganz das, was Brigitte sich erhofft hatte – wir sehen das Meer zwar, aber nur durch Palmen hindurch und über ein Blechdach hinweg.
Die Lage ist nicht optimal, da fußläufig wenig zu erreichen ist. Wir sind den Strand entlangspaziert, der aber nach wenigen hundert Metern gesperrt war – anscheinend ein Privatstrand. Bei einer Bar haben wir dann ein Bier zur Erfrischung getrunken und den Tag besprochen. Bisher macht die Insel keinen besonderen Eindruck auf uns, was aber auch am Wetter liegen kann. Es regnet immer wieder, es ist bewölkt und das Meer recht stürmisch.







Zwischendurch lernten wir einen redseligen Franzosen kennen, der mit einer Schottin verheiratet ist und in Spanien lebt. Er gab uns einige Tipps für Koh Samui und empfahl uns eine Motorradvermietung. Mit seinen 76 Jahren wirkt er noch richtig fit. Gegenüber des Hotels gibt es einen Shop für Kleinigkeiten, und das Abendessen im Hotel war auch recht gut. Da unser geplanter Verdaungs-Spaziergang buchstäblich ins Wasser fiel, haben wir den Abend auf unserem kleinen Balkon verbracht, bevor wir erschöpft einschliefen.
Vom Zweirad zum Leihwagen: Die Tour in den Süden
Am nächsten Morgen haben wir nach einem Blick auf den Wetterbericht beschlossen, ein Auto zu mieten. Mit dem Motorrad ist es bei Regen einfach zu gefährlich. Ich habe also ein Auto am Flughafen gebucht. Aber zuerst Wäsche waschen, Strand Spaziergang und Frühstück im Hotel.
Als wir gegen 12:00 Uhr dort ankamen – diesmal habe ich das Taxi mit der Bold App reserviert, die günstiger ist als Grab – die Überraschung: Ich hatte das Auto versehentlich erst für den nächsten Sonntag reserviert! Zum Glück gab es am Europcar-Schalter Ersatz zum ähnlichen Preis und ich konnte die andere Buchung stornieren.








Mit dem Linksverkehr habe ich keine großen Probleme, das kennen wir schon aus Zypern, Mauritius und Irland. Nur Scheibenwischer und Blinker verwechsle ich jedes Mal. Unser erstes Ziel war eine Bucht mit einem sehr schönen, sauberen Strand. Die Beach Front ist ein Privatstrand den wir empfehlen können. Jedenfalls war ein krasser Gegensatz zu unserem Hotelstrand, der leider sehr verdreckt ist! Ein Restaurant auf den Klippen hatte leider zu, und wir könnten nicht hinfahren, aber die Bucht als Ersatz war auch sehr ok.







Danach ging es zum Wat Phra Yai, dem Big Buddha Tempel. Wusstest du eigentlich, dass die goldene Statue stolze 12 Meter hoch ist und bereits 1972 errichtet wurde? Sie gilt als das Wahrzeichen der Insel und soll die Bewohner schützen. Der Tempel ist sehr interessant, wenn auch kommerziell mit vielen Souvenirständen.



















Dort in einem Café mit österreichischer Flagge (der Freund der Besitzerin ist anscheinend Österreicher) gab es Mango- und Passionsfruchtsoda – sehr ungewöhnlich, aber sehr gut. Genau dort passierte es: Meine Sandalen haben sich einfach aufgelöst.




Also mussten wir dringend Schuhe finden. Die Suche gestaltete sich schwierig, bis wir im Süden in einem Lederwarengeschäft in der Nähe von Nathon fande, welches aber geschlossen war. Das einzige was wir fanden waren zumindest ein paar Flip-Flops und das in einem Drogeriemarkt.
Kulinarik am Nathon Pier
Zu allem Überfluss ging mein Handy-Akku leer und die Powerbank lag im Hotel. Da wir Hunger hatten, suchten wir uns ein Lokal: das Baan Suan Krua am Pier. Die Atmosphäre war wirklich fein. Wir hatten Pad Thai und rotes Curry mit Ente. Es war gut gewürzt, wenn auch für thailändische Verhältnisse nicht wirklich scharf. Dazu gab es erfrischenden Ingwer- und Zitronengrassaft. Das Essen war ausgezeichnet und mit ca. 15 € für alles (inklusive gebackener Bananen) sehr günstig. Und nebenbei konnten wir das Handy laden, leider habe nur ich Internet am Handy, also könnte Brigitte ohne Internet auch nicht navigieren. Die Sanitäranlagen und auch die Küche des Lokals sollte man sich allerdings lieber nicht zu genau anschauen.





Am Nathon Pier – dem historischen Hauptknotenpunkt der Insel – haben wir uns noch kurz den Night Street Food Market angesehen. Da gab es Gerichte, die wir wohl nie probieren würden! Aber auch einige die wir sicher einmal versuchen werden, also markieren wir uns den Platz. Auf dem Rückweg haben wir bei einem Straßenstand noch 2 kg Bananen für nicht einmal 2 € gekauft. Geschmacklich kein Vergleich zu dem, was man zu Hause bekommt.
Obwohl vieles nicht geklappt hat, war es doch ein ereignisreicher Tag. Die Heimfahrt zum Hotel verlief dann doch ganz okay. Jetzt genießen wir ein verdientes Leo Bier am Balkon. Morgen erkunden wir die größere Stadt, die nur einen Kilometer entfernt liegt und wir bei der herfahrt endeckt haben.
Wie sind deine Erfahrungen mit dem Wetter auf Koh Samui – hat es dir auch schon mal die Pläne verhagelt?


Sehr coole Fotos.
Deine Schuhthematik erinnert mich an Krk 🙂
Noch eine schöne Zeit!
Ja die Krk Schuhe sind auch dabei 🙂 aber sind etwas zu warm für den Strand.
Danke, werden wir haben.
Liebe Grüße