Servus! Leider hat der letzte Tag unserer Reise von Singapur nach Hongkong bereits begonnen. Zuerstvhabe ich meine Homepage gefixt – ein Plugin-Update hat mich bisserl geärgert, deshalbgab es Probleme mit den Fotos. Etwas wehmütig gehen wir das letzte Mal frühstücken. Im Endeffekt war die Wahl des Yotels goldrichtig. Sicher, die Zimmer sind ein bisserl klein, aber man hat einen lässigen Ausblick über die Stadt. Im Prinzip brauchen wir nicht viel mehr als einen Platz zum Schlafen, und bequem war es allemal. Singapur ist uns mit jedem Tag mehr ans Herz gewachsen. Jedes Mal, wenn wir gedacht haben, wir haben schon alles gesehen, haben wir wieder was Neues entdeckt. Die Idee, erst am Abend zu fliegen, war beim Buchen noch cool, aber mittlerweile bin ich nicht mehr so überzeugt davon. Ich bin gespannt, ob der Flughafen wirklich so interessant ist, wie es in den Social Media Kanälen immer heißt.
Noch steht unser letzter Vormittag in Singapur an. Wir ziehen ein letztes Mal durch die Straßen, relaxen am Pool im Hotel und nehmen das letzte Abendmahl in Singapur ein – und das bereits am Nachmittag. Noch ein paar Impressionen rund ums Hotel, inkl. Menschen die sich in der Mittagshitze bei einem Legoshop anstellen.













Picnic Food Hall @ Far East Plaza




Die Anfahrt zum Flughafen gestaltet sich als recht anstrengend mit dem Flughafenbus 36. Er ist brechend voll und wir tun uns relativ schwer mit unseren drei Koffern. Die eine Stunde Fahrt ist auch eher unbequem. Am Terminal 4 angekommen, gehen wir zum Check-in-Schalter und erfahren, dass wir unser Gepäck erst um 21:25 Uhr aufgeben können. Die Gepäckaufbewahrung verlangt 16 Dollar pro Koffer, was uns für die paar Stunden dann doch ein bisserl zu viel ist.
Dann fahren wir doch zum Terminal 1 zum Jewel. Gleich beim Eingang sehen wir den berühmten Indoor-Wasserfall. Der \“Rain Vortex\“ ist mit seinen 40 Metern der höchste Indoor-Wasserfall der Welt und sieht in der modernen Glasarchitektur von Moshe Safdie wirklich gewaltig aus. Aber leider ist das fast alles, was wir sehen, denn um 22:00 Uhr sperrt hier das meiste zu. Von den ganzen Gärten und anderen Sehenswürdigkeiten, die es hier geben soll, sehen wir nicht viel. Wir sind etwas enttäuscht und auf der anderen Seite froh, dass wir nicht früher gefahren sind.










Ankunft in der Mega-City: Von Singapur nach Hongkong
Bei der Sicherheitskontrolle werden sowohl Brigitte als auch ich gefilzt: Brigitte wegen ihrer Euromünzen und ich wegen eines Inbusschlüssels. Dieser wird mir sogar abgenommen – anscheinend hat IKEA das Flugzeug gebaut und sie haben Angst vor der Demontage. Der Flug geht dann mit bisserl Verspätung los und wir fliegen gegen 02:00 Uhr nach Hongkong. Der Snack ist ganz ordentlich und wir versuchen etwas zu schlafen, was aber nicht einfach ist, da der Flieger ziemlich runtergekühlt wird.
Die Einreise nach Hongkong ist ziemlich stresslos, nur eine einfache Passkontrolle. Dank der besten aller Reiseleiterinnen finden wir dann auch schnell den Bus A11 zum Macau Terminal. Die Bezahlung ist eine Flatrate und der Bus hat glücklicherweise Gepäckplätze. Leider ist es ziemlich dunstig, sonst hätten wir eine feine kleine Sightseeing-Tour gehabt. Bis zum Ibis sind es ungefähr 500 Meter Fußmarsch. Wir können zwar einchecken, bekommen das Zimmer aber erst um 10:00 Uhr. Also suchen wir etwas zum Geldwechseln und zum Frühstücken.
Hier wird viel mit der Octopus-App gezahlt, welche aber auf Android nicht läuft. Der erste Eindruck von Hongkong ist nach Singapur etwas gedämpft. Es riecht ziemlich stark und schaut bisserl schmutzig aus, obwohl eigentlich kein Dreck auf den Straßen liegt. Außerdem ist es trüb – wahrscheinlich wirkt es bei Sonnenschein ganz anders, wir lassen uns überraschen.
Witzig sind auf jeden Fall die Ding Dings. Wusstest du eigentlich, dass diese doppelstöckigen Straßenbahnen schon seit 1904 durch Hongkong rattern? Sie sind die einzigen ihrer Art weltweit, die ausschließlich mit Doppeldeckern betrieben werden, und schieben sich herrlich entschleunigt durch das moderne Chaos. Unser Frühstück finden wir in der Nähe des Macau Terminals: Es gibt Ramen und frittierten Fisch mit Rührei. Die Atmosphäre ist wuselig, aber das Essen ist ehrlich und gut.






Zurück im Ibis, der Blick aus dem 23. Stock ist lässig und Brigitte hat ihren erwünschten Hafenblick. Jetzt müssen wir uns einmal ausrasten, weil die Anreise mit dem wenigen Schlaf doch recht anstrengend war. Zwei Stunden Schlaf sind es geworden. Fit sind wir noch immer nicht, aber das Wetter ist besser geworden. Also raus ins Getümmel, ohne Plan, einfach nur erkunden.











Wir spazieren Richtung Riesenrad -> zum Hong Kong Observation Wheel. 60 Meter hoch am Central Harbourfront und bietet einen Panoramablick auf den Victoria Harbour und die Skyline der Stadt. Es befindet sich im AIA Vitality Park. Überall auf der Straße sehen wir Leute, die auf Kartons sitzen oder in Zelten hocken. Zuerst denken wir an Obdachlose, aber es sind anscheinend Familien oder Freunde (oft Haushaltshilfen an ihrem freien Sonntag), die auf der Straße feiern, Karten spielen, Karaoke singen oder sogar Fußpflege machen.





Mittlerweile ist richtig was los. Auf der Straße zu sein, macht Spaß, die Stimmung ist nett und nachdem wir mehr geschlafen haben und das Wetter besser ist, gefällt uns auch die Stadt mittlerweile besser. Neben den Ding Dings sind es vor allem die alten Toyota Taxis, die mir gefallen.




Am Riesenrad herrscht großer Menschenandrang, aber wir haben sowieso vor, an einem anderen Tag zu fahren.






An der Hafenpromenade spazieren wir wieder Richtung Hotel, um dort in der Nähe was zum Essen zu suchen. Leider erwischen wir heute das falsche Lokal – so eine Art Fast Food für Chinesen. Brigitte schmeckt es ganz gut, mir überhaupt nicht. Da wir noch immer nicht ausgeschlafen sind, geht es heute recht früh ins Hotel. Der Blick aus dem Fenster ist genial, obwohl er schwer zu fotografieren ist, da die Scheibe nicht hundertprozentig sauber ist.





Wie war euer erster Eindruck, als ihr das erste Mal in eine asiatische Mega-City gekommen seid – eher Schock oder sofortige Begeisterung?
