Singapur Highlights: Zwischen Kolonialcharme und Supertrees
Nach einem ausgiebigen Frühstück im Hotel versuchen wir heute, uns mit dem Bus Richtung Marina Bay zu bewegen. Da es mehrere Linien gibt, schauen wir, dass wir einen Doppeldeckerbus erwischen – und tatsächlich, der 111er fährt genau in die richtige Richtung. Ein bisserl Glück muss man haben!




Zufällig hält der Elfer auch direkt beim Raffles Hotel, dem wohl geschichtsträchtigsten Haus der Stadt, das wir uns natürlich genauer ansehen. Das Raffles ist nicht einfach nur ein Hotel, es ist eine Institution. Wusstest du eigentlich, dass es bereits 1887 eröffnet wurde? Es atmet förmlich die koloniale Vergangenheit Singapurs. Der Portier, ein Sikh in prächtiger Uniform, ist mittlerweile eine echte Berühmtheit – er taucht auf unzähligen Postkarten und sogar Gemälden auf. Er stellt sich auch für uns sofort extrem freundlich für ein Foto bereit. Es ist wirklich fein, dass wir einfach so durch die viktorianischen Gänge spazieren dürfen. Ehrlich gesagt gefällt mir dieser alte Charme viel besser als die modernen Hotel-Burgen wie das Marina Bay Sands.















Natur pur bei den Gardens by the Bay
Zwischendurch gibt es im Untergrund, wenn wir z.B. die Strasse unterqueren, immer wieder Tänzer die Ihre Moves üben oder Klaviere zum klimpern.




Unser doch nächster Stopp liegt direkt vor der Marina Bay: Wir wollen noch einmal zu den Gardens by the Bay, denn die Anlagen sind auch bei Tageslicht wunderschön anzusehen. Wir schlendern durch den Park, bewundern die Symmetrie der Anlagen und natürlich die gewaltigen Supertrees. Statt auf die teure Observation Platform des Marina Bay Sands zu steigen, entscheiden wir uns für die Plattform über den Supertrees. Der Ausblick von dort ist absolut lässig und reicht uns völlig aus. Man sieht sogar, die Frachtschiffe in der Bucht von Singapur, die wegen des Krieges der Wahnsinningen nicht weiterfahren dürfen.












Beim Weiterwandern entdecken wir zwischen den grünen Linien der Parks sogar Eisvögel, Silber Klaff Schnabel und bunte Käfer. Die Natur hier ist wirklich beeindruckend. Die Otter, die hier heimisch sein sollen, sehen wir leider nicht, dafür sonnt sich eine schöne Schildkröte direkt auf einem Stein am Wasser. Viele schöne Blüten und Pflanzen, die bei uns maximal im Topf wachsen.

























Natürlich gibt es auch gibt es auch Kunst im Form von Statuen, die Libellen bei der Dragonfly-Bridge, der Planet symbolisiert durch einen schwebenden Knaben bis zur fantasievollen Bezeichnung ‚Frau auf Pferd‘.








Sightseeing-Highlights: Helix Bridge & Little India
Weiter geht es mit dem Sightseeing-Programm: Die Helix Bridge steht auf dem Plan. Wusstest du, dass die Architektur dieser Brücke der menschlichen DNA-Struktur nachempfunden ist? Das sieht besonders im harten Mittagslicht spannend aus, auch wenn es am Ende des Tages eben doch „nur“ eine Brücke bleibt.





Danach suchen wir die nächste Busstation. Unser Ziel ist heute wieder Little India, genauer gesagt die Bar und das Restaurant „Mehfil Mitra“. Es liegt zwar direkt an der Straße, aber die Atmosphäre ist einfach authentisch. Ein echtes Highlight: Das Bier ist hier für Singapur-Verhältnisse fast geschenkt. Während man woanders locker das Doppelte zahlt, kostet das Krügerl hier nur 7 SGD – ein echter Luxus, den wir uns gönnen. Dazu essen wir Amritsari Kulcha. Das ist ein nordindisches, im Tandoor-Ofen gebackenes Fladenbrot, das meist mit würzigen Kartoffeln oder Paneer gefüllt ist. Es schaute zwar bisserl anders aus als auf der Karte, schmeckte aber fantastisch und war für 5 SGD ein wahres Schnäppchen.















Zwischendurch wieder mal ein Tempel, diesesmal für die Hindugöttin Kali.






Barbier-Besuch und Hawker Market Kultur
Zwischendurch wird es Zeit für ein bisserl Körperpflege. Mein Bart gehört dringend gestutzt. In einem kleinen Barbershop werde ich für gerade mal 10 Dollar bedient. Der Bart wird getrimmt, die Konturen sauber ausrasiert und zum Abschluss klatscht er mir ein orientalisches Aftershave drauf. Brigitte ist mit dem Ergebnis mehr als zufrieden!







Frisch gestylt geht es weiter Richtung Maxwell Food Centre, einem klassischen Hawker Market in der Nähe von Chinatown. Ein Hawker Market ist das kulinarische Herz Singapurs – eine überdachte Markthalle mit unzähligen Garküchen, die so wichtig für die Kultur sind, dass sie sogar zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören. Der Maxwell Market ist ein bisserl rustikaler als der, den wir gestern besucht haben. Die Stände sind in drei langen Reihen angeordnet. Wir probieren Laksa, eine scharf-würzige Kokos-Nuelsuppe aus der Peranakan-Küche, und gönnen uns dazu einen Avocado-Kokosnuss-Shake. Klingt schräg, schmeckt aber unerwartet gut!









Den restlichen Tag verbringen wir im Bus. Dank Google Maps funktioniert das Navigieren einwandfrei, auch wenn die Busstationen bisserl versteckter sind als die MRT-Eingänge. Die Doppeldeckerbusse sind die perfekte und preiswerte Alternative zu den teuren Hop-on-Hop-off-Bussen. Man sieht Ecken der Stadt, in die man sonst nie kommen würde. Alles ist pünktlich, sauber und modern – da könnten sich andere Großstädte eine Scheibe abschneiden.








Servus aus dem kühlen Nass! Den Blog schreiben wir heute ausnahmsweise direkt am Pool, während unsere brennenden Füße im Wasser relaxen. Was war dein kulinarisches Highlight in Singapur?
- Raffles Hotel Singapore
- Gardens by the Bay
- Maxwell Food Centre Guide
- Mehfil Mitra falls der letzte Link nicht funktioniert

