Singapur Highlights: Ein Spaziergang durch die Löwenstadt
Moin! Hier sind meine Gedanken zu unseren Singapur Highlights. Wusstest du eigentlich, dass der Name „Singapura“ Löwenstadt bedeutet? Dabei hat Sir Stamford Raffles damals wohl eher einen Tiger gesehen, als er 1819 den Grundstein für diesen modernen Stadtstaat legte. Bis auf die Tatsache, dass es ziemlich schwül ist, wäre das eine Stadt, in der man leben könnte. Sie ist sehr sauber, geordnet und diszipliniert, wird aber von den Einheimischen anscheinend auch „City of Fines“ genannt. Das ist kein Scherz: Ob Kaugummi kauen oder die Klospülung vergessen – die Strafzettel sind gesalzen, aber dafür ist’s halt auch blitzblank (Meistens, ein paar Schweinderl gibt es hier auch).
Singapur ist hochverdichtet und beherbergt über 10.000 Hochhäuser. Davon sind über 100 Gebäude als Wolkenkratzer mit über 150 Metern Höhe definiert. Wegen der Nähe zum Militärflughafen Paya Lebar durften die meisten Hochhäuser lange Zeit nicht höher als 280 Meter sein – ein bißchen wie eine unsichtbare Decke über der Stadt. Der Stadtstaat an der Südspitze der malaiischen Halbinsel ist heute eine der wohlhabendsten Nationen der Welt, nachdem die ehemalige britische Kronkolonie am 9. August 1965 ihre Unabhängigkeit von Malaysia erlangte.
Abenteuer auf Sentosa Island
Heute geht es Richtung Sentosa Island, der Party- und Badeinsel von Singapur. Mit dem Bus sind wir ungefähr eine Stunde unterwegs und nehmen dann die Beach Tram. Der erste Stopp ist Siloso Point. Hier ist heute die Hölle los – anscheinend gibt es ein Strandfest mit verschiedenen sportlichen Aktivitäten wie Ninja-Parcours oder Rope Battle. Die Beach Tram ist gratis und relativ voll; wir müssen ein bisschen warten, weil wir in die erste gar nicht reinkommen.












Die nächste Station, Tanjong Beach, gefällt uns nicht so gut.






Wir schauen uns nur kurz um und fahren dann zurück zum Palawan Beach. Dort gibt es einen kleinen Steg, der zu einer Insel führt, die der südlichste Punkt von Kontinentalasien sein soll. Wusstest du eigentlich, dass dieser Punkt technisch gesehen auf einer künstlichen Insel liegt? Er gilt trotzdem als der südlichste Zipfel des asiatischen Festlands – auch wenn man ein bisserl schummeln muss, weil eine Brücke dorthin führt. Zudem liegt er nur 136 km nördlich vom Äquator.









Dort sehen wir Warane und einen kleinen Affen, der aber zu schnell zum Fotografieren ist. Außerdem kann man dort lässig schwimmen, was ich auch mache. Was ich nicht wusste: Da sind auch Otter! Als ich raus schwimme, tauchen fünf dieser Tiere auf und fauchen mich an (Bild ist nicht von mir). Es war wohl besser, dass ich weiter raus schwamm, aber sie folgten mir glücklicherweise nicht. Ich muss später sehen, ob ich mit der DJI 360 die Tiere filmen konnte.



Vom Papageien-Drama zum Hawker Market
Die Zeit vergeht leider wie im Flug und wir beschließen, zurückzufahren. Im Hotel angekommen, gehen wir zum Pool, wo wir eine Rettungsaktion beobachten können – aber keine Wasserrettung, sondern eine Luftrettung. Ein Papagei hat sich selbstständig gemacht und sitzt auf einem Baum am Pool. Die Angestellten versuchen ihn runterzuholen, aber er klettert immer weiter rauf. Schließlich kommen die zwei Besitzerinnen und brauchen gefühlt eine halbe Stunde, bis sie den Papagei einfangen und in seinen Käfig einsperren können. Für uns war das sehr lustig zu beobachten.







Wir besuchen heute wieder einen neuen Hawker Market, das Zion Riverside Food Centre. Dieser Markt ist ein echtes Juwel am Singapore River, bekannt für seine ausgezeichneten Speisen. Das Ambiente ist eher klein, aber sehr nett. Prinzipiell sind diese Märkte eine budgetschonende Gelegenheit, verschiedene Speisen auszuprobieren. Es ist zwar kein Luxus, aber man ist zusammen mit den Einheimischen und natürlich vielen Touristen.




Abendstimmung an den Quays
Wir spazieren zum Robertson Quay. Dieser Kai war früher ein Zentrum für den Warenhandel mit Gewürzen und Getreide. Heute ist es ein eher ruhiger Ort, nur ein paar Lokale sorgen für „Rambazamba“. Bei der Carnivore Brazilian Churrascaria – einem brasilianischen Restaurant, in dem das Fleisch direkt am Spieß serviert wird – trinken wir ein einheimisches Bier, das uns bis jetzt unbekannt war: „Dester Beer“. Schmeckt ganz gut. Wir genießen das Gewusel neben dem Fluss.


Wir schlendern so dahin, bis wir zum Clarke Quay kommen. Benannt nach Sir Andrew Clarke, dem zweiten Gouverneur von Singapur, geht es hier richtig rund. Von Discos bis Bungee-Jumping gibt es alles, und die Jugend ist auf der Straße. Es ist eine so laue Nacht, dass es fast schade ist, ins Hotel zurückzugehen. Wir genießen die Stimmung und sehen noch einmal das Marina Bay Sands Hotel, das wunderschön illuminiert ist.




Zum letzten Mal nehmen wir die MRT, um zu unserem Hotel zu fahren. Ungefähr 23 € hat es uns insgesamt gekostet, dass wir individuell gefahren sind. Auf jeden Fall günstiger als Hop-on-Hop-off-Busse, die es trotzdem gegeben hätte. Die Beschilderung ist genial, man sieht schön die Knoten und bei jeden Ausgang die Hinweise welchen Ausgang man für ein bestimmtes Ziel nehmen muss.Außerdem hat man so lustige Erlebnisse, wie die Dame, die vergessen hatte, dass sie einen Blumenstrauß im Rucksack hat, der fast eingeklemmt wurde.


Es war ein wunderschöner Abschluss für Singapur. Morgen um diese Zeit sind wir schon am Flughafen. Ein paar Impressionen aus dem Hotel.






Welcher Ort in Singapur hat euch am meisten fasziniert?

