Windmühle, Olivenmühle und Regengüsse – Mallorcas Charme abseits des Massentourismus
Um 3:00 Uhr nachts weckt uns das heftige Gewitter; die Fenster schlagen, und durch die offene Zimmertür dringt Regen herein. Wir springen auf, versuchen, alles zu erledigen und weiterzuschlafen – dem einen gelingt das besser, dem anderen nicht.Auf meinem Parkplatz stürzt eine Konifere um; glücklicherweise hatte Brigitte solange darauf bestanden, dass ich umparke, bis ich es getan habe. Ein anderes Auto hat den Sturz des Baumes abgefangen. Auch der Mandelbaum vor dem Zimmer wird kräftig durchgerüttelt, sodass ich einige Früchte sammeln kann.




Trotzdem war es bei Pablo und seiner Schwester extrem nett, und ich kann das Domizil empfehlen, obwohl der Ventilator nur ein wenig als Ersatz für eine Klimaanlage geeignet ist. Hier noch einige Impressionen:

















Wenn wir von Andratx in Richtung Lluc fahren, fällt uns sofort die alte Windmühle an der Ausfahrt Santa Ponça ins Auge. Sie steht direkt am Kreisel, ihr Bau stammt aus dem Jahr 1810 – ein echter Blickfang. Direkt daneben gibt es genug Parkplätze, sodass wir ohne Stress anhalten können. Die kleine Treppe hinauf ist leider gesperrt, aber trotzdem kann man ein paar schöne Aufnahmen der Mühle machen. Ein perfekter, ruhiger Moment abseits vom Massentourismus.





Selva. Dieses kleine Dorf liegt friedlich am Fuße des Tramuntana‑Gebirges. Es ist kein schickes Touristenpflaster, sondern ein Ort mit Herz. Man schlendert durch die engen, alten Gassen, die von steinernen Häusern gesäumt sind, und fühlt sich, als würde man durch ein Bilderbuch spazieren.Am Hauptplatz besuchen wir die alte Kirche und genießen den Blick auf die Stadt. Leider sieht es nach Regen aus, sodass wir auf einen Café‑Besuch verzichten.













Nachdem wir in Selva die Ruhe der Insel entdeckt haben, war es nur ein kurzer Weg zu einem Ort, der das wahre Herz Mallorcas in sich trägt: die Sa Tafona de Caimari. Tafona – das habe ich erst später gelernt – bedeutet nichts anderes als „Ölmühle“. Genau das ist dieser Platz: eine riesige, alte Mühle, in der Oliven zu flüssigem Gold gepresst werden. Es gibt hier einen Shop mit interessanten Produkten aus Oliven und Olivenholz sowie ein Restaurant, wo wir den Kaffee nachholen.







Weiter geht es zu unserem Ziel Lluc; das Kloster hat auch einige Zimmer, eines davon haben wir für die nächsten drei Nächte gebucht. Wir sind hier mitten in der Sierra de Tramontana. Die Straßen sind kurvig, die Landschaft wunderschön und das Wetter mies – es regnet immer wieder. Da unser Zimmer noch nicht fertig ist, beschließen wir, nach Port de Sóller zu fahren. Die Fahrt ist schön, aber das Wetter bessert sich nicht. Wir parken im engen Parkhaus, steigen aus und erkennen, dass es schüttet, also wieder rein ins Auto und weiter nach Fornalutx.








Auch hier ist die Hölle los, und wir ergattern einen der wenigen freien Parkplätze – eng, aber mit einem Euro pro Stunde preislich ok.Der Regen hat nachgelassen, und wir können zumindest eine Stunde den Ort erkunden, bevor es wieder zu regnen beginnt. Trotz trübem Wetter ist der Ort schön, und wir genießen das Schlendern durch die engen Gassen und zwischen den alten Häusern. Als es erneut regnet, setzen wir uns ins Café Can Benet by Don Pedro. Dort ist es sehr angenehm, und wir genießen ein Bierchen im Regen. Leider haben wir noch keinen Hunger, und der Parkschein läuft ab, also beschließen wir, Richtung Lluc zu fahren.










Dort checken wir zunächst ein; das Zimmer ist ok, mehr leider nicht, kein Vergleich zum Zimmer in Andratx.Da das Restaurant im Kloster wenig gute Kritiken hat, gehen wir ins Restaurant Ca s’Amitger, wo wir eine gute Paella essen – leider etwas zu viel für uns, aber wirklich gut.



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