Hongkong Reisebericht: Abschied von der Skyline und Heimreise über Peking

Hongkong Reisebericht: Abschied von der Skyline und Heimreise über Peking

Hongkong Reisebericht: Der letzte Tag in der Metropole

Vier Wochen hält man für eine lange Zeit, aber unser Hongkong Reisebericht zeigt: In Asien vergehen die Tage wie im Flug. Und so bricht leider unser letzter Tag in Hongkong an. Nach dem Frühstück im „Gefrierschrank“ – die Klimaanlagen hier sind wirklich extrem – geht es zurück zum Kofferpacken. Wir genießen noch einmal den schönen Ausblick auf die Skyline von Kowloon.

Wir können unsere Koffer bei der Rezeption abgeben und spazieren entspannt in die Stadt, um ein letztes Mal die Atmosphäre und die Hektik zu erleben. Wir schlendern Richtung Riesenrad durch die Straßen und suchen einen 7-Eleven. Wusstest du eigentlich, dass der erste 7-Eleven in Hongkong bereits 1981 in Happy Valley eröffnet wurde? Heute gibt es fast an jeder Straßenecke eine Filiale. Wir wollten Socken mit dem Logo für meine Schwester finden, wurden aber leider nicht fündig. Generell gab es weder nette T-Shirts noch andere interessante Souvenirs. Also investieren wir unsere letzten Hongkong-Dollar in Mango und Mönchsfrucht. Die Mönchsfrucht, auch Luo Han Guo genannt, stammt ursprünglich aus Südchina und wurde schon vor Jahrhunderten von Mönchen als natürliches Süßungsmittel und Heilpflanze geschätzt.

Zwischendurch gibt es Gruselmasken vom Karotten Kopf.

Beim Riesenrad angekommen, beobachten wir ein letztes Mal die Poser. Sogar ein Mädchen im Kostüm mit Fuchsschwanz lässt sich von uns fotografieren – was das bedeuten soll, keine Ahnung. Das Bier beim Museumscafé ist leider nicht besonders, dafür entschädigt die Aussicht. Es ist ein Inklusionscafé, in dem mental beeinträchtigte Personen sehr nett servieren.

Leider müssen meine Bugatti Schuhe, die ich in Krk gekauft habe in Hongkong bleiben, da sie so bequem waren, hatte ich sie extrem oft an. Zusammen mit einem Hemd und einer Hose, landen sie im Müll.

Die lange Heimreise über Peking

Die Fahrt zum Flughafen verläuft okay. Einen Sitzplatz bekommen wir zwar keinen, aber wir können bei den Koffern stehen, und die dreiviertel Stunde ist auch kein Problem. Der Check-in in Hongkong verläuft recht stresslos. Da auch die Shops dort nichts Besonderes bieten, essen wir noch ein letztes Mal. Die Flughafen-Restaurants haben ein interessantes Konzept: Man bestellt an Terminals, wählt das Restaurant sowie die Speisen und bekommt ein Ticket zum Abholen. Die Qualität und die Preise sind ganz gut.

Wir fliegen mit Air China – der staatlichen Fluggesellschaft der Volksrepublik China – bisserl verspätet Richtung Peking los. Es ist nicht wirklich bequem, aber es sind ja nur zweieinhalb Stunden. In Peking gelandet, müssen wir zum Transferterminal. Wir fragen uns kurz, was wir mit den drei Stunden Aufenthalt tun sollen, aber die Frage erledigt sich am Terminal von selbst. Der Pass wird zweimal geprüft, das komplette Gepäck zerlegt und eine Körpervisitation durchgeführt. Als ob man auf dem Flug von Hongkong nach Peking viel hinzufügen könnte! Freundlich ist bisserl anders – Peking als Zwischenstopp werde ich in Zukunft vermeiden. Der Flughafen selbst wirkt riesig. Obwohl es schon 2 Uhr Ortszeit ist, haben einige Lokale offen, während andere Bereiche verwaist wirken.

Das Flugzeug nach Wien startet recht zeitig, das Boarding beginnt sogar früher, sodass wir etwas Stress bekommen, aber es geht sich alles aus. Auf dem Langstreckenflug sind die Sitze etwas großzügiger, trotzdem schlafen wir nur wenig, da es dauernd Durchsagen gibt und das Personal recht unbeholfen durch die Gänge wuselt. Ich schaue mir zwei „Despicable Me“ Filme an. Wusstest du, dass die Minions seit ihrem ersten Auftritt 2010 einen weltweiten Hype ausgelöst haben? Die Filme waren zwar auf Englisch und die Tonqualität eher schlecht, aber man muss eh nicht alles verstehen. Jetzt weiß ich zumindest, warum der Minion, den wir in Singapur bekommen haben, so ausschaut: Es ist der „Elasti-Minion“.

Ankunft in der Heimat und Fazit

In Wien angekommen, haben wir genug Zeit, um zum Bahnhof zu gehen; die Karten hatten wir schon im Voraus gekauft. Wir freuen uns, ohne Stress einen Platz zu bekommen, aber die Freude vergeht bald. Die ÖBB schafft es nicht, die reservierten Plätze zu beschriften, sodass wir und andere Fahrgäste dreimal den Platz wechseln müssen. Das war extrem unangenehm. Überhaupt hat uns die ÖBB diesmal wenig Freude gemacht: beim Rausfahren ein Regionalzug statt eines Schnellzugs und beim Heimfahren der Stress mit den Plätzen.

Unsere nette Nachbarin holt uns vom Bahnhof ab und unser Urlaub ist zu Ende. Wir essen noch eine Pizza zur Stärkung beim Don Camillo in Leibnitz, bevor wir ans Auspacken denken. Aber die über 40 Stunden, die wir seit dem Aufwachen in Hongkong wach waren, fordern ihren Tribut. Wir schlafen am Sofa ein und verschieben das Auspacken auf den nächsten Tag.

Fazit zum Urlaub: Würden wir ihn noch mal so planen? Nein. Drei Städte in vier Wochen sind für uns mittlerweile bisserl anstrengend, da wir versuchen, viel anzusehen und nicht nur ausgetretene Touristenpfade zu gehen. Wir suchen lieber authentische Lokale und sind deshalb extrem viel „gelatscht“. Laut Smartwatch war es fast die Strecke eines Jakobswegs. Kulinarisch hat uns Thailand am besten gefallen, gefolgt von Singapur mit seinen Food Markets. In Hongkong haben wir nichts gefunden, was uns wirklich angesprochen hätte – es war zwar gut, aber ohne Flair. Beeindruckend war die Sauberkeit in Singapur und Hongkong, besonders die öffentlichen Toiletten. Vom Flair her hat uns Singapur am besten gefallen. Von Koh Samui waren wir landschaftlich etwas enttäuscht, aber die Menschen in Thailand waren wunderbar. Wir haben viele Eindrücke gesammelt, die wir nun verarbeiten müssen. Der Blog war vor allem für Freunde und Familie gedacht, um abseits der typischen Influencer-Pfade am Urlaub teilzuhaben. Freuen uns aber jeden dem es gefällt.

Wir würden jeden empfehlen Internet Pakete zu besorgen, da unterwegs recht wenig WLAN gibt, und ws doch hilfreich ist. Wir haben ca 3 GB pro Woche gebraucht.

Hast du auch schon mal eine Reise erlebt, die dich kulinarisch total überrascht hat, oder warst du nach drei Städten auch so urlaubsreif wie wir?

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