Mini-Golftour in Leutschach: Golfen zwischen Weinbergen und Genuss

Mini-Golftour in Leutschach: Golfen zwischen Weinbergen und Genuss

Diesmal haben wir uns entschieden, golfen zu gehen. 18 Loch wurden es nicht – wir haben uns daher für eine kompakte Runde mit 14 Bahnen entschieden. Einen riesigen, steifen Club wollten wir auch nicht, also wurde es Minigolf 🤔😆. Aber nicht irgendein Platz: In Leutschach an der Weinstraße gibt es keinen klassischen, eingezäunten Platz, sondern die einzigartige Mini-Golftour mit Spielkultur. Das Ganze ist eine abwechslungsreiche Erlebnis-Wanderung, bei der die Bahnen direkt in der südsteirischen Landschaft und bei regionalen Gastbetrieben verteilt sind. Man hat also ordentlich Distanz zwischen den Stationen und das Green ist quasi die ganze Region.

Die Mini-Golftour in Leutschach: Spielspaß in der Natur

Der Ball kostet 4 € und ist gleichzeitig ein nettes Souvenir. Los geht es in Leutschach, direkt gegenüber vom Kniely Haus, wo man auch gut parken kann. Von dort spaziert man zum Rathaus und über den Friedensweg Richtung Freibad. Der Weg führt uns dann in den Ortsteil Schlossberg. Wir kommen vorbei am Schloss Trautenburg, das dort recht majestätisch über dem Ort thront und die Geschichte der Region widerspiegelt, bevor es über eine Wiese Richtung Weingut Peitler (Spitzy) geht. Für eine Einkehr ist es uns zu diesem Zeitpunkt noch bisserl zu früh.

Dann passiert es: Die Abzweigung zu Bahn 3 und 4 verpassen wir glatt. Aber egal, wir laufen einfach weiter. Vorbei an saftigen Hopfenäckern geht es zum Buschenschank Albrecher (Sraka), wo die nächsten beiden Bahnen auf uns warten. Über einen kleinen, nicht ganz unanstrengenden Anstieg durch den Wald erreichen wir das Weingut Albrecher (Muhri).

Auch hier warten zwei Bahnen. Der Fleck ist extrem nett, wir haben uns vorgenommen, dort beim nächsten Mal länger zu verweilen. Da wir aber erst zur Halbzeit eine Pause einlegen wollen, geht es über einen Weingartenweg und die Asphaltstraße weiter zum Buschenschank Poscharnig (Ruadl). Hier legen wir eine Pause mit einem Sommer-Spritzer und einem Stück Kuchen ein – genau die richtige Energie für den Rest der Tour.

Nachdem diese Bahnen bespielt wurden, wandern wir weiter zur Station Wiedner (Koschutta), in deren Nähe ein schöner alter Hof steht, der die typische Atmosphäre der Gegend versprüht. Erst danach holen wir die versäumten Bahnen 3 und 4 beim Weingut Strohmeier (Teichbauer) nach. Von dort aus führt der Weg zurück Richtung Ortszentrum Leutschach. Beim ehemaligen Gemeindeamt Schlossberg befindet sich die vorletzte Bahn der Tour. Gleich nebenan steht ein altes Gebäude, das fast wie ein Lostplace wirkt, aber gerade renoviert wird – ein spannender Kontrast zwischen Verfall und Neuanfang.

Das Finale bildet die letzte Bahn bei der Brauerei Leutschach. Hier gönnen wir uns ein kühles Bier, denn die Region ist ja nicht nur für den Wein, sondern auch für den Hopfenanbau bekannt. Der Rückweg führt uns wieder am Freibad vorbei zurück zum Ausgangspunkt.

Fazit: Die Tour ist sehr spannend und nett, wenn auch für uns nicht ganz unanstrengend. Die Beschilderung ist gut, bis auf die eine Abzweigung, die wir verpasst haben – aber die Strecke hat uns so eh eher gepasst. Ausklingen lassen wir den Tag beim Buschenschank Grill, wo wir ausgiebig jausnen, einen Fruchtsaft genießen und bei einer schönen Aussicht den Tag Revue passieren lassen.

Wärt ihr auch bereit für eine Wanderung mit einem Golfball in der Hand?

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